Pollenallergie – wenn der Frühling zum Feind wird

Gerade der Frühling erweist sich für Millionen Menschen als Jahreszeit mit einer geradezu quälenden Schattenseite: Sie leiden an Heuschnupfen, einer Pollenallergie. STOBAG fasst interessante Hintergrundinformationen zusammen und gibt praktische Tipps für den Alltag.

Allein in der Schweiz ist nach Erkenntnisses des Allergiezentrum Schweiz jede fünfte Person durch Heuschnupfen in ihrer Lebensqualität betroffen. Das sind circa zwei Millionen Menschen. In Deutschland erweist sich für etwa 18 Millionen Menschen der Frühling wegen der Pollen als quälende Jahreszeit. Häufiges Niesen, tränende Augen, eine laufende oder verstopfte Nase sind bekannte Heuschnupfensymptome. Viele Pollenallergiker leiden auch unter Husten, Atembeschwerden, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Haut- oder Magen-Darm-Problemen. Manche Betroffene vermuten hinter den Symptomen eine Erkältung und warten auf ein Abklingen. Genau das kann aber trügerisch sein. Wer die Anzeichen nicht ernst nimmt, riskiert langfristig, ein allergisches Asthma zu entwickeln. Heuschnupfen gehört darum in die Hand einer allergologisch geschulten Fachperson. Sie hilft, über Hauttests herauszufinden, welche Pollen Beschwerden auslösen und berät bei der Festlegung der geeigneten medizinischen Massnahmen.

Heuschnupfen: Der Feind heisst Blütenstaub

Ausgelöst wird der Heuschnupfen durch Pollen, also den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreiden und Wildkräutern. Die Befruchtungszellen der Pflanzen entleeren bei Berührung mit der menschlichen Schleimhaut ihren Zelleninhalt und lösen damit die allergische Heuschnupfenreaktion aus. Im deutschsprachigen Raum liegt bei den meisten Pollenallergikern die Ursache für ihre Beschwerden in den Blütenpollen von Hasel, Erle, Birke, Süssgräsern, Roggen, Beifuss und Ambrosia. Aber es gibt natürlich noch weitere. Das Allergiezentrum Schweiz gibt eine gute Übersicht über allergene Pflanzen.

Medizinische Hilfen bei Heuschnupfen

Für viele Heuschnupfengeplagte sind antiallergische Wirkstoffe wie die so genannten Antihistaminika gute Hilfsmittel. Sie sorgen dafür, dass der Botenstoff Histamin nicht mehr ausgeschüttet wird, der typische Allergiereaktionen hervorruft. Nachteil vieler diese Medikamente ist allerdings, dass sie müde machen. Hilft eine medikamentöse Behandlung mit einem Antihistaminikum in Absprache mit einer Fachperson nicht aus, kann es sinnvoll sein, über eine gewisse Zeit cortisonhaltige Medikamente zu inhalieren oder als Nasenspray zu verwenden.

Ein interessanter Therapieansatz ist die Immunisierung. Man nennt ihn Hypo- oder Desensibilisierung. Damit setzen die Mediziner genau an der Ursache des Heuschnupfens an, also am Allergieauslöser. Das Ziel: Wie bei einer Impfung gegen Krankheitserreger soll sich der Körper mit dem für ihn unverträglichen Stoff auseinandersetzen und lernen, mit ihm umzugehen. Eine Desensibilisierung ist für Erwachsene und Kinder ab dem Schulalter geeignet. Je rascher man nach der Allergieentstehung mit der Behandlung beginnt, desto effektiver soll sie sein. Allerdings kann diese Therapie bis zu drei Jahre dauern.

Praktische Tipps bei Heuschnupfen

Prinzipiell raten Allergiespezialisten Betroffenen, Heuschnupfen-auslösende Stoffe im Alltag zu meiden. Das ist natürlich gar nicht so einfach, unterliegt die Pollensaison allergener Pflanzenarten von Jahr zu Jahr starken Schwankungen. Hasel und Erlen zum Beispiel können schon im Januar oder auch erst im März blühen, die Birkenblüte etwa von Mitte März bis Mitte April einsetzen. Fakt ist: Die Entwicklung von Pflanzen und damit auch die Blüte ist eng mit der Temperaturentwicklung der Vormonate verknüpft. In jedem Land gibt es Allergieinformationsdienste. Sie informieren über die Pollenflugintensität. Auch Wetterdienste wie Meteo Schweiz liefern tagesgenaue Pollenprognosen.

Was tun bei hoher Pollenbelastung?

  1. Waschen Sie vor dem zu Bett gehen die Haare und duschen Sie sich kurz ab. Dann nehmen Sie die Pollen nicht mit ins Bett und atmen diese nicht die ganze Nacht ein.
  2. Trocknen Sie Ihre Wäsche nicht im Freien. So vermeiden Sie, pollenbehaftete Kleidung zu tragen oder in pollenbelasteter Bettwäsche zu schlafen.
  3. Wechseln Sie Ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer. Dann wirbeln auch keine anhaftenden Pollen herum. Oft macht es Sinn, sich nach einem längeren Aufenthalt im Freien umzukleiden.
  4. Wohnen Sie auf dem Lande, lüften Sie eher am Nachmittag oder Abend, da die Pollenkonzentration in der Luft morgens vergleichbar hoch ist. Umgekehrt in der Stadt empfiehlt sich das Lüften morgens.
  5. Nutzen Sie Senkrechtmarkisen wie STOBAG sie anbietet, um eine Pollenbelastung in Räumen zu reduzieren. Auch Markisen helfen in einem gewissen Rahmen. Spezielle Schutzgitter in den Fenstern verhindern das Eindringen.
  6. Regelmässiges Staubsaugen und Wischen verringert die Gefahr, dass lose Pollen aufgewirbelt werden, wenn man durch die Wohnung geht oder es Durchzug gibt. Spezielle Staubsaugerfilter sorgen dafür, dass beim Saugen möglichst wenig Staub herumgewirbelt wird. Es gibt sogar richtige Allergiker-Staubsauger. Beim Wischen verwenden Sie am besten Tücher, die Pollen elektrostatisch anziehen und festhalten.
  7. Luftreiniger mit moderner Filtertechnologie für Innenräume können helfen, die Pollenkonzentration der Luft zu Hause und im Büro zu reduzieren. Aber Achtung: Lassen Sie sich beraten – es gibt hier grosse Qualitätsunterschiede. Auch viele Autos verfügen heute über Pollenfilter oder können entsprechend nachgerüstet werden.
  8. Ganz gleich, für was Sie welche Filter verwenden: Tauschen Sie sie nicht selbst aus, sondern bitten jemandem ohne Allergieprobleme darum.
  9. Vermeiden Sie das Rauchen. Rauchen reizt die Schleimhäute zusätzlich. Auch empfiehlt es sich, Gäste und Mitbewohner zu bitten, nicht zu rauchen.
  10. Entfernen Sie Heuschnupfen-Auslöser wenn möglich aus Ihrem Wohnumfeld. Vielleicht können Sie sich auch mit Vermietern und Nachbarn einigen, entsprechende Pflanzen zu beseitigen. Beim Anlegen eines Gartens empfiehlt es sich, vorher genau zu bestimmen, gegen welche Pflanzen man allergisch ist.

Das sind ein paar Tipps – jeder Betroffene hat sicher für sich auch eigene Erfahrungen, um das Heuschnupfenleiden zu mindern. STOBAG wünscht Ihnen eine möglichst beschwerdefreie Zeit.


Hilfreiche Infos für Allergiker im Umfeld von Corana

https://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/polleninformationen/pollenprognose/2130/?oid=3059&lang=de&news_eintragId=1190


Sonnenschutz bei Allergien

Sonnenlicht wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Beim Kontakt mit dem Sonnenlicht werden in unserem Körper Hormone freigesetzt und der Körper bildet Vitamin D, die für den Knochenbau unabdingbar ist. Aber die Sonne mit ihren schädlichen UV-Strahlen führt auch zu verschiedensten krankhaften Haut- und Körperreaktionen: ob Juckreiz, Bläschen, Knötchen, Quaddeln bis hin zu Hautkrebs. Prinzipiell sollten wir längere Aufenthalte in der Sonne meiden – erst recht bei Beschwerden. Sonnenschutzsysteme von STOBAG helfen, die Aufenthaltsqualität im Freien zu erhöhen und den Sommer zu genießen. Lesen Sie mehr.