Die COVID-19 Krise ist über uns hereingebrochen wie ein Tsunami.

Unter Krise verstehen wir eine unerwartete, unberechenbare und gefährliche Situation, welche man versuchen sollte zu überwinden. Abgeleitet aus dem Griechischen bedeutet Krise der Bruch einer kontinuierlichen positiven Entwicklung, im lateinischen Höhe- und Wendepunkt im Sinne des Übergangs von einer negativen Situation zu einer positiven Entwicklung.

Natürlich sind Führungskräfte in ihrer Verantwortung angehalten, auf diverse Krisen vorbereitet zu sein und viele haben in ruhigen Zeiten Krisenpläne für verschiedenste Szenarien und Bedrohungen entwickelt. Krisensituationen sind in der letzten Zeit vermehrt vorgekommen aber nun mal ehrlich, wer hatte einen weltweiten Lockdown aufgrund einer Pandemie auf seiner Liste für mögliche Krisen?

Eine Krise lenkt die Aufmerksamkeit immer auf die Führungspersönlichkeiten in einem Unternehmen. Wie reagiert die Geschäftsleitung? Überlegt oder widersprüchlich? Selbstbewusst oder zögerlich?

Die Stakeholder verlangen nach Führungspersönlichkeiten, denen sie vertrauen können, die ihre Interessen schützen, statt der eigenen Agenda oder jener ihrer Freunde. Sie wollen Führungspersönlichkeiten, die sich auf praktische Lösungen konzentrieren – jenseits von Ideologien und politischen Ränkespielen.

Die COVID-19 Krise ist anders als alle anderen früheren Krisen.

Denn wir können auf keine Erfahrungen oder Erkenntnisse zurückgreifen, weil es so etwas in den letzten Genrationen schlichtweg nicht gegeben hat. Zusätzlich müssen die Führungskräfte neben den wirtschaftlichen Aspekten noch die gesundheitlichen Risiken der Mitarbeiter berücksichtigen und einschätzen können und sich gleichzeitig im arbeitsrechtlichen Neuland wie Corona Kurzarbeit zurechtfinden. Oder einfach nur praktische Fragen beantworten wie z.B.: wie arbeiten wir erfolgreich zusammen, wenn wir nicht zusammen an einem Ort arbeiten können?

Wenn eine Krise wie COVID-19 in einer noch nie da gewesenen Wucht und Dynamik über ein Unternehmen hereinbricht ist es wichtig, dass die verantwortlichen Führungskräfte Ruhe bewahren und sich auf einige wenige aber wesentliche Punkte konzentrieren.

Liquiditätssicherung und Kostenmanagement sowie die Sicherung der Liefer- und Absatzketten gehören zu den wesentlichen Aspekten.

Die maximale Transparenz über die gesetzten Maßnahmen ist ein Punkt, der nicht vergessen werden sollte. So sollten die Mitarbeiter darüber informiert sein, welche finanziellen und persönliche Anstrengungen zur Eindämmung der Krise unternommen werden. Das schafft Vertrauen und bringt Zustimmung auch für möglicherweise schwierige Entscheidungen.

Zu guter Letzt spielt die Kommunikation eine wesentliche Rolle. Sowohl die innerbetriebliche, also zu den Mitarbeitern und Eigentümern als auch die externe wie zu Kunden, Lieferanten und Partnern. Die disziplinierte und regelmäßige Kommunikation sollte knapp und verständlich sein und von Spekulationen oder der Übermittlung von nicht gesicherten Informationen sollte man Abstand nehmen.

Keinesfalls sollten gleich am Beginn der Krise in Panik oder aus übertriebener Kostenreduktion langfristige oder strategische Projekte geopfert werden. Das entzieht dem Unternehmen die Zukunftsperspektiven, denn die COVID-19 Krise wird den Wandel in der Industrie und Arbeitswelt beschleunigen und neue Chancen eröffnen, darin sind sich viele Experten einig.

Ich denke, dass wir jetzt eine hervorragende Chance haben, in der Wirtschaft wesentliche Richtungsänderungen für ein besseres und erfolgreiches Miteinander zu setzen. Niemand in der Wirtschaft wird nach den Erfahrungen der letzten Wochen einfach zum Routine Geschäft übergehen können. Zu groß waren die Einschnitte, zu deutlich wurden die Schwachpunkte im System aufgezeigt. Daraus müssen die Führungskräfte jetzt Lehren ziehen und neue Geschäfts- und Arbeitsmodelle entwickeln.

Mit dieser Einstellung und Überlegungen dazu haben wir bei STOBAG Österreich bisher die Situation gut gemeistert. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass die vielen Ereignisse und Schwierigkeiten, die wir als Team in den letzten Wochen gemeistert haben, uns noch stärker gemacht haben.


STOBAG ist ein international tätiger Schweizer Produzent und setzt im Bereich außenliegender Sonnen- und Wetterschutz mit hochqualitativen Produkten und Design-Innovationen weltweit Maßstäbe. STOBAG ist Mitglied im Bundesverband Sonnenschutztechnik.

Der Autor Markus Horvath ist CEO bei STOBAG Österreich und teilt seine Leidenschaft zu hochwertigen Produkten, großartigen Designs und Innovationen in diesem Blog.